Kompakte Samen
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Rückwärts rechnen statt hoffen
Der häufigste Fehler beim Indoor-Anbau ist eine Pflanze, die in die Lampe wächst. Die oberen Blüten verbrennen, und genau dort sitzt der meiste Ertrag. Deshalb lohnt es sich, von der Zelthöhe aus rückwärts zu rechnen: Von 160 Zentimetern Innenhöhe gehen Lampe, Abstand zur Pflanze und Topf ab, sodass etwa 90 bis 110 Zentimeter für die Pflanze bleiben. Da photoperiodische Sorten sich nach der Umstellung noch verdoppeln bis verdreifachen, stellst du entsprechend früh um.
Auf dem Balkon gilt die Rechnung anders herum. Dort ist die Höhe kein technisches, sondern ein rechtliches und praktisches Thema: Der Anbau muss vor dem Zugriff Dritter geschützt sein, und eine Pflanze, die über die Brüstung hinausragt, lässt sich schlecht abschirmen. Sorten unter einem Meter bleiben hinter einem üblichen Sichtschutz.
Autoflower sind für diese Kategorie naheliegend, weil sie ohnehin selten über einen Meter hinausgehen. Photoperiodische Sorten lassen sich mit LST, Topping oder ScrOG ebenfalls niedrig halten, was zusätzlich den Vorteil hat, dass die Energie auf mehrere gleich hohe Triebe verteilt wird statt auf eine dominante Spitze.
Der Kompromiss ist ehrlich zu benennen: Weniger Pflanze heißt weniger Blüte. Wer bei drei erlaubten Pflanzen den maximalen Ertrag sucht und die Höhe hat, fährt mit größeren Sorten besser. Wer die Höhe nicht hat, holt aus einer kompakten Sorte mehr heraus als aus einer großen, die er ständig zurückschneiden muss.













