Ratgeber · Anbau-Guides

20/4 Licht in der Wachstumsphase: sinnvoll oder zu viel?

Ein 20/4-Lichtplan bedeutet zwanzig Stunden Licht und vier Stunden Dunkelheit pro Tag. Er wird vor allem bei Autoflowern genutzt, weil diese Pflanzen nicht auf eine Verkürzung der Tageslänge warten müssen. Mehr Lichtstunden können mehr Photosynthese ermöglichen, aber nur wenn Klima, Bewässerung und Lichtintensität zusammenpassen.

Was der Lichtplan leisten kann

Zusätzliche Lichtstunden verlängern das tägliche Zeitfenster für Wachstum. Das ist nicht dasselbe wie unbegrenzt mehr Licht: Eine zu hohe Intensität kann Stress verursachen, auch wenn der Zeitplan korrekt ist. Beobachte Blattstellung, Farbe und Temperatur statt nur die Uhr.

Praktische Ausgangspunkte

  • Nutze eine Zeitschaltuhr, damit der Rhythmus jeden Tag gleich bleibt.
  • Kontrolliere die Temperatur am Blätterdach und nicht nur am Boden.
  • Gib Pflanzen eine dunkle Ruhephase; vier Stunden sind für viele Setups ein guter Start.
  • Reduziere Intensität oder Beleuchtungsdauer bei aufgehellten Spitzen oder hochgerollten Blatträndern.

18/6 oder 20/4?

18/6 verbraucht weniger Strom und bietet eine längere Ruhephase. 20/4 kann interessant sein, wenn Klima und Versorgung stabil sind und die Pflanzen sichtbar gut reagieren. Ein höherer Ertrag ist dadurch nicht garantiert und hängt stärker von den gesamten Anbaubedingungen ab als von zwei zusätzlichen Lichtstunden allein.

Beginne konservativ, miss die Bedingungen und verändere jeweils nur einen Faktor. So erkennst du, ob eine Anpassung tatsächlich hilft.

Dieser Artikel ist Teil des Ratgebers Anbau-Guides.Zum Ratgeber